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28.02.2009 Pokal des Präsidenten 2009

Man sah noch keinen Sonnenschein, da starteten unsere Kämpfer aus Gamstädt, Neudietendorf und Umgebung zum größten Ju-Jutsu Turnier in Ostdeutschland nach Zeitz in Sachsenanhalt.
Patricia Seth’s erster Kampf wurde nach wenigen Sekunden mit technischer Überlegenheit gegen Lia Vogt aus Leinfelde beendet. Das Mädchen aus dem Eichsfeld konnte kaum punkten. Gut so Patricia!
Im nächsten Kampf setzte Patricia die die Ratschläge vom Betreuer Fabian um. Deutlich legte Sie im Schlag- und Trittbereich zu. Ein astreiner Hüftwurf und eine perfekte Festhalte sorgten erneut für einen vorzeitigen Sieg gegen Carolyn Brückner aus Hanau (Hessen).
Erst Sophie Thomas aus Hanau stoppte Patricia Siegesserie. Patrice unterlag der leistungsstärkeren Hessin. Für den ersten großen Wettkampf und einem Untergewicht von 5 kg war dies trotzdem eine tolle Leistung für das Mädchen aus Tüttleben (Gotha). Patricia sicherte sich in Ihrer Altersklasse den 2 Platz.
Die Frienstedterin Antonia Müller trat zu Beginn gegen die technisch saubere aber unerfahrene Melissa Nych aus Hanau an. Souverän nahm Antonia diesen Sieg mit. Sie lieferte eine gute Schlag-Tritt-Kombination, es folgte sofort ein Hüftwurf mit anschließende Festhalte.(14:0) nach nur 52 Sekunden war der Kampf zu Ende.
Im zweiten Kampf waren die Kampfrichter die größeren Gegner auf der Matte, denn Antonia musste sich mit einen 9:9 geschlagen geben. Sie und ihre Gegnerin lieferten sich einen heißen Kampf, trotzdem konnte Antonia noch kurz vor Schluss Punkte machen. Diese ging leider auf dem Weg vom Kampfrichter zum Wertungstisch auf irgendeine unerklärliche Weise verloren. Auf mehrfachen Protest des Trainers Fabian Frank bei den Kampfrichtern und dem Kampfgericht, waren die Punkte trotzdem verschwunden. Schade – auf Video sieht man die Handzeichen der Mattenrichter und den Punkt noch deutlich.
Im dritten Kampf ging Antonia frustriert auf die Matte. Sicherlich muss Sie noch lernen, dass jeder Mensch Fehler machen kann - auch Kampfrichter.
Sie lag zu Begin des Kampfes leicht zurück und der Sieg schien ungewiss. Nach etwa der Hälfte des Kampfes wurde sie durch einen Tieftritt verletzt und musste eine Verletzungspause nehmen, Antonia bekam eine Tieftritt zu. Nach kurzer Beruhigung, mobilisiere sie noch mal all ihre Kräfte und bekam ihre Gegnerin, Chiara Dirsch (Hanau), zu fassen und warf sie mit einem Hüftwurf - wie aus dem Bilderbuch! Die Festhalte brachte anschließend den vorzeitigen Sieg.
Im Finalkampf traf Antonia nun auf Angela Kovacevic (Hanau). Man muss wissen, dass Hanau eines der größten und leistungsstärksten Ju-Jutsu Vereine Deutschlands ist. Aber unsere Schäfchen hatten heute eindrucksvoll schon gezeigt, dass auch ein kleiner Verein wie ein Wolf kämpfen kann.
Angela machte nicht den Eindruck, als das sie Zweite werden wollte. Antonia unterlag mit 17:11 Punkten. Die Trainer erhielten die Erkenntnis, dass wir noch intensiver den Wurfbereich bei Antonia ausbauen müssen. Ein Wiedersehen der Kämpferinnen wird es sicherlich geben.
Auch dieser zweite Platz wurde gerne mit nach Thüringen genommen.
Diana Greiner ging mit 5 weiteren Mädchen an den Start und präsentierte sich wie gewohnt sehr stark und zielstrebig. Sie konnte den Kampf nach nur 31 Sekunden vorzeitig für sich entscheiden. Ein 1A Schulterwurf legte Marie Söller aus Schönebeck (Sachsen-Anhalt) auf den Boden und die Festhalte beendete den Kampf vorzeitig. Was jetzt noch fehlte war eine saubere Atemitechnik (Schlag oder Tritt) und diese brachte sie punktgenau mit einem Fußtritt im Leichtkontakt an das „Sportgerät“.
Der zweiten Kampf war ausgeglichen. Beide Kämpferinnen zeigten ein ähnliches technsiches Niveau. Die Gamstädterin verlor mit 8:9 gegen Denise Dittrich (Basdorf) aus SachsenAnhalt. Als Gruppen Zweite im Doppelpool bestand keine Möglichkeit auf ein weiter kommen. Das war echtes Pech.

Die aus Gotha stammende Lisa Schlöffel hatte gleich zu Begin Pech. Sie traf als erstes auf die spätere Finalistin Nadine Clement aus Hessen und unterlag.

Aber im zweiten Kampf konnte Lisa ihre stärken zeigen und konterte wunderbar den den Aussenschenkelwurf von Juliet Höfer (Schönebeck) mit eine Talfallzug und konnte somit ihren ersten Ippon sicher. Sie übernahm sofort ihre Gegenerin und konnte sie in einer seitlichen Festhalte sicher. Somit fehlte Lisa nur noch der Ippon in Part I. Sie hörte zwar nicht auf ihren Trainer der ihr sagte sie soll mit einer Fußtritt abschließen, gewann aber trotzdem Vorzeitig nach nur 38 Sekunden. Dennoch gab es für den siegreichen Ippon-Handrückenschlag eine kleine Standpauke.

Im letzten Kampf gegen Charlotte Wittich aus Bernau (Brandenburg) unterlag Lisa. Es gelang Ihr nicht die gleichen Leistungen wie im vorherigen Kampf abzurufen.

Unser Matador Markus Peuckert legte wieder richtig los. Im Ersten Kampf stand Markus gegen Dominik Köhnkow aus Basdorf (Brandenburg) auf der Matte. Beide beschnupperten sich zu Beginn sehr vorsichtig. Doch zum Ende hin merkte man ganz deutlich, daß es zwar neben der Matte Freunde gibt jedoch nicht auf der Matte. Beide Kämpfer schenkten sich nicht einen Punkt im Part I. Markus unterlag knapp dem Brandenburger und nahm ein blaues Auge mit nach Hause.

Im zweiten Kampf drehte Markus voll auf und nahm seinen Gegner Robin Ambrosius (Schönebeck) die Wertung ab, in dem er ihn mit einen guten Innenschenkelwurf zur Matte brachte. Nach einem misslungenen Schulterwurf konnte Markus seinen Gegner zur Aufgabe durch eine Würge zwingen und ein perfekter Fauststoß brachte den vorzeitigen Sieg.

In seinem letzten Kampf tat sich Markus etwas schwer mit dem Punkte sammeln. Der Kornhochheimer / Neudietendorfer war im Part I sehr zögerlich. Auch ein Wurf wollte nicht gelingen. So war der letzte Kampf ein reiner aber deutlicher Punktsieg mit 10:5 für Markus gegen Eric Bensch aus Schönebeck).

Nach einer kurzen Auswertung der Kämpfe und mit lobenden Worten über den Teamzusammenhalt der Gruppe führten wir die Siegerehrung am Auto durch, da wir vorzeitig nach Hause mussten. Für unseren Betreuer Fabian war der Sonnabend auch ein Arbeitstag.



Fabian Frank und Christian Zink