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03.10.2010 German Open 2010 in Hanau

Am ersten Oktoberwochenende reisten Ju-Jutsukas aus aller Welt nach Hanau, um sich am größten Ju-Jutsu Turnier zu messen. Die German Open sind das weltgrößte und ein sehr professionell organisiertes Ju-Justu Turnier. Aus 16 Nationen reisten ca. 900 Wettkämpfer mit ihren Trainern, Betreuern und Angehörigen an. Auch der KSV Jitoku e. V. Gamstädt/Neudietendorf lies sich dieses Turnier nicht entgehen, und schickte 3 seiner Wettkämpfer nach Hanau. Als Wettkämpfer mit dabei waren: Patricia Seth, Tobias Röckel und Erik Hüttner. Für Trainer, Eltern und Wettkämpfer war dies ein aufrgendes und emotionsgeladenes Wochenende. In der August-Schärttner-Halle fanden die Kämpfe im Fighting und Duo auf 10 Matten statt.

Nach einem ergreifenden Einmarsch aller Teilnehmer, dauerte es auch nicht lange, und die Gruppe von Tobias und Erik wurde auf Matte 4 aufgerufen. Beide starteten in der U12 bis 34kg. In dieser Gewichtsklasse strteten 15 Wettkämpfer. Da dies eine sehr große Gruppe war wurde hier das brasilianische System angewendet. Hier treten immer 2 Wettkämpfer gegeneinander an, wobei der Bessere die nächste Runde erreicht. Tobias Röckel strtete als erster unserer 3 Wettkämpfer. Er hatte das Pech in seinem Kampf einen sehr strken Gegner zu haben. Trotz guter Schlag-Tritt-Techniken konnte er seinen Gegner nicht bezwingen. Diesen Kampf verlor er leider. Nun wurde auch Erik Hüttner aufgerufen. Seinen ersten Kampf gewann er überlegen mit 14:0 vorzeitig. Er zeigte gute Schlag-Tritt-Kombinationen. Einen Hüftwurf verwandelte er in eine Boden-Festhalte, wobei der Gegner keine Chance mehr hatte. Den 2. Kampf verlor er. Im dritten Kampf musste er gegen seinen Vereinskameraden Tobias kämpfen. Tobias bekam die Chance, bedingt durch das Nichtantreten eines Wettkämpfers, noch einmal zu kämpfen. Hier zeigten uns beide einen spannenden Kampf, wobei sie sich nicht schonten. Jeder konnte auf seine Weise punkte. Erik gewann diesen Kampf und kam somit weiter. In den nächsten Kampf ging er mit reichlich Respekt vor seinem Gegner. Dieser zeigte kein Pardon in seinen Vorkämpfen. Mit sehr guten Schlag-Tritt-Techniken hielt er sich seinen Gegner auf Entfernung. Nur knapp verlor er diesen Kampf. Auch wenn sie nicht das Finale erreichen konnten, war dies für sie ein afregender Wettkampftag. Erik errang Platz 7 und Tobias Platz 9. Beide zeigten hervorragende Leistungen. Gegen Mittag wurde dann auch endlich die Gewichtsklasse von Patricia Seth aufgerufen. In Wettkampfstimmung und Kampfeslaune startete die Tüttleberin Patricia Seth bei den German Open und sie war nicht zu stoppen. Die 11 jährige setzte sich in der Klasse weiblich U 12 bis 40kg gegen alle Gegnerinnen durch. Die Wettkämpfe endeten jeweils mit einem Endergebnis von 14:0 vorzeitig. In ihrer Gruppe wurde das Doppel-Pool-System angewendet. Hier kämpfte jeder gegen jeden. Nach Punkten wird dann entschieden wer in der Finalrunde antritt. Voll Freude gelang Patricia, ihrer Betreuerin Lisa Schlöffel und ihrem Trainer Fabian Frank der Einzug in das Viertelfinale. Eindrucksvoll konnte sie sich im kleinen Finale mit gekonnten Fußtritten in Szene stzen. Auch im Boden setzte sie eine saubere Festhalte an. Leider wollte ein entscheidender Wurf nicht gelingen. Jedoch sprach das Ergebnis deutlich für die junge Athletin aus Tüttleben. Im Finalkampf schlug der Zufall zu. So standen sich 2 Thüringerinnen in dieser Klasse im Finale gegnüber. Die Entscheidung, ob der Sieg an den KSV Jitoku aus Gamstädt oder an den Leinefelder Ju-Jutsu Verein geht, brachte in jedem Fall einen Sieg für Thüringen. Patricia ging agil und überlegt in den Kampf. Sie wandelte die strken Wurfaktionen ihrer Gegnerin in Konterwürfe um. Ihre Gegnerin war jedoch auch sehr kampferfahren und setzte einige saubere Fu´techniken zum Körper. Bei der Jugend sind Wirkungstreffer verboten und es zählt die saubere Technik. Einer dieser Treffer landete jedoch unglücklicherweise am Körper. Patricia erlitt eine leichte Rippenprellung. Den Kampf konnte sie leider nicht in gewohnter Leistung weiterführen. Nur knapp verlor sie das Finale. Tamara Sebastian  aus Leinefelde nahm diesmal den Sieg für ihr Team mit nach Hause. Patricia und Tamara kennen sich schon seit langem durch Trainingslager und Lehrgänge. Sie sind gute Freundinnen und werden auch beim nächsten Kampf fair miteinander umgehen. Bei diesem internationalen Ju-Jutsu Turnier gewann Patricia mit ihren hervorragenden gezeigten Techniken die verdiente Silbermedaille. Der KSV Jitoku e. V.war mit nur 3 Sportlern angereist und konnte sich gegen die weltweite Konkurrenz eindrucksvoll behaupten. Bilder vom Wettkampf sind in der Galerie

zu finden.

Sylvia Seth